Degenerative Erkrankung der Bandscheibe

 

Die häufigsten Erkrankungen sind: Degenerative Veränderungen der Funktionsgruppe aus Bandscheibe (→ Bandscheibenvorfall) und den beiden angrenzenden Wirbeln (Osteochondrosis intervertebralis), Instabilitäten bis zum Wirbelgleiten (Spondylolisthesis), dem rheumatischen Formenkreis zugehörige entzündliche Erkrankungen (etwa Morbus Bechterew) sowie Deformationen wie die Skoliose. Die häufigste Wachstumsstörung der Wirbelsäule ist die Scheuermann-Krankheit.

 

Verschleiß der Wirbelsäule, der auch als Degeneration bezeichnet wird, nimmt individuell unterschiedlich mit voranschreitendem Lebensalter zu. Dies hängt einerseits von äußeren Faktoren ab (zum Beispiel jahrelange schwere körperliche Tätigkeit), kann aber auch genetisch beeinflusst sein, wie neuere Untersuchungen gezeigt haben. Das Rückenmark mit seinen abgehenden Nerven wird zwar durch den knöchernen Wirbelkanal gut geschützt, ist aber andererseits den degenerativen Veränderungen der Bandscheiben und Bewegungssegmente unmittelbar ausgesetzt. Werden dabei die Nervenstrukturen durch eine Einengung verlagert oder gequetscht, können anhaltende Schmerzen oder auch neurologische Ausfälle wie Lähmungen und Sensibilitätsstörungen die Folge sein. Das Beschwerdebild kann sich über Jahre schleichend entwickeln, beispielsweise bei einer zunehmenden knöchernen Einengung des Rückenmarkkanals („Spinalkanalstenose“), aber auch akut auftreten, etwa beim Bandscheibenvorfall.